Am 29. März 2009 war es wieder soweit: um zwei Uhr nachts wurden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Doch wenn man dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW Glauben schenkt, dürfte die verlorene Stunde für die Nachtschwärmer noch die spürbarste Auswirkung der Zeitumstellung gewesen sein. Zu Einsparungen im Verbrauch von Strom etwa komme es kaum, so der Verband.
1980 wurde die Sommerzeit in Westeuropa eingeführt. Seitdem werden Jahr für Jahr zwischen März und Oktober die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Damals versprach sich die Politik deutliche Spar-Effekte im Strom- und Energieverbrauch, weil es abends länger hell bleibt und weniger Strom für Licht und Heiz-Energie benötigt würde.
Strom und Energie spart die Uhr-Umstellung unterm Strich nicht
Laut BDEW hat die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit allerdings zu keinen spürbaren Einsparungen im Energieverbrauch geführt. Zwar würde tatsächlich abends weniger Strom für Beleuchtung benötigt, allerdings kompensierten die gestiegenen Heizkosten durch die längere Dunkelheit und Kälte am Morgen diesen Stromspar-Effekt wieder. Die Experten des Berliner Bundesverbandes rechneten aus, dass die Beleuchtung lediglich 8 Prozent des Stroms und nur 2 Prozent der Energie der Haushalte verbraucht.
Am 25. Oktober 2009 werden die Uhren wieder auf Winterzeit umgestellt. Immerhin kann dann der Strom der Nachtschwärmer eine Stunde länger fließen.

