Wasserkraftwerke sind Kraftwerke, in denen Strom aus der Fließkraft des Wassers gewonnen wird. Über Turbinen treibt das Wasser Generatoren an, welche per elektrischer Induktion den Strom erzeugen. Abgesehen von der Stromerzeugung ist die Wucht des fließenden Wassers eine der ältesten Energiequellen der Menschheit und wurde schon in Form von Wassermühlen genutzt. Um das Jahr 1890, zu Zeiten der Strompioniere Thomas Alva Edison, Werner von Siemens oder Oskar von Miller, waren Wasserkraftwerke die ersten größeren Stromerzeuger und wurden erst in späteren Jahrzehnten von Kohle- und Kernkraftwerken verdrängt. Inzwischen erleben Wasserkraftwerke eine Renaissance als erneuerbare Energiequellen und damit Erzeuger ökologischen Stroms. Meist treten Wasserkraftwerke in Form von Staudämmen oder Wehren an schnell fließenden Gewässern auf. Länder mit vielen geeigneten Fließgewässern wie Österreich oder Norwegen gewinnen sogar den größten Teil ihres Strom aus Wasserkraft. Eine neuartige Sonderform der Wasserkraftwerke sind die Gezeitenkraftwerke, die an einigen Küsten mit gezeitenabhängigen Wasserständen gebaut oder projektiert wurden.
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